Lebensgeschichte Autounfall Plan B entwickeln

Architektin meines Lebens – mit neuem Bauplan

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Diese Geschichte handelt vom Wieder-auf-die-Beine-kommen und ich erzähle sie für all jene, die noch zerknittert am Boden liegen. Ein Autounfall 2011 markierte den Wendepunkt meines Lebens.

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Der Crash

Die Lebensveränderung traf mich unerwartet und mit voller Wucht – in Form eines blauen Audi, der einen Schwerlaster überholte und dazu meine Fahrspur benutzte. Die Kollision selbst und die Sekunden davor gibt es in meiner Erinnerung nicht. Meine Freundin und Beifahrerin Anna hingegen kann sich an jedes Detail erinnern. Ihr wurden acht Rippen gebrochen, ein tiefer Riss verletzte ihre Lunge. Ihr Heilungsprozess dauerte Monate.

Mich hat es leider schlimmer erwischt. Am fünften Tag wurde ich aus dem Koma zurückgeholt.

Fassen wir uns kurz:

  • linker Fuß zerquetscht, Mittelfußknochen gebrochen, verdrehter Vorfuß, 2 Zehen abgelöst
  • linkes Knie zertrümmert
  • Oberschenkelhalsbruch und Oberschenkelbruch links
  • rechtes Bein: Bruch von Kniescheibe, Mittelfußknochen und großer Zehe
  • linker Arm: drei Brüche
  • Schädelhirntrauma mit Schwellungen und Lähmungen im Gehirn
  • hohe Beeinträchtigung meiner Sehleistung

Im OP-Saal wurde drei Jahre lang immer wieder an mir gehämmert und geschraubt, man verzeihe mir die nicht-medizinische Ausdrucksweise:

  • Operation 1 und 2 im November 2011: 58 Nägel, 3 Platten, Schrauben im Knie
  • Operation 3 im Dezember 2011: Reparatur des zunächst übersehenen Oberschenkelbruchs
  • Operation 4 im Dezember 2011: neue Verschraubung des Knies
  • Operation 5 im Jänner 2012: Entfernung von Drähten im Vorfuß
  • Operation 6 im Oktober 2012: neue Platten und Schrauben im Vorfuß
  • Operation 7 im April 2013: Entfernen der Platte im Oberschenkel
  • Operation 8 im August 2013: Entfernung eines bösartigen Brusttumors
  • Operation 9 im September 2013: Entfernung von Platten und Schrauben im Unterarm, Wiederherstellung von 2 Zehen
  • Operation 10 im Oktober 2014: Entfernung von Schrauben im Oberschenkel

Der Schmerz ist Teil meines Lebens geworden. Ich kenne ihn mittlerweile in allen Ausprägungen. Wir haben uns aneinander gewöhnt wie man sich an Baulärm gewöhnt, mal ist er lästig, mal zum aus der Haut fahren, mal nimmt man ihn kaum war. Und man entwickelt Strategien dagegen.

Kommen wir nun zu den Prognosen der Ärzte, als sie mich 2011 aus dem Koma erwachend auf mein weiteres Leben vorbereiten wollten.

Sie werden wieder aufrecht sitzen können, aber ein Leben im Rollstuhl führen.“ Realitätsverweigerung von meiner Seite. „Ich werde gesund“, unablässig pulsierte dieser Gedanke in meinem Kopf.

Tage später der zweite Arzt in einem kurzen Gespräch mit mir: „Es stehen noch einige Operationen an und mit viel Therapie werden Sie es in den Rollstuhl schaffen.“ Ich vernahm seine Worte, ich lächelte ihn an und wieder formte sich der wilde Entschluss in meinem Kopf: „Ich werde wieder gehen.“

Herrscht eigentlich seitens der Medizin die Auffassung, dass die realistische Einschätzung der Heilungschancen hilfreich für den Genesungsprozess ist? Denn ein dritter Arzt nahm sich auch noch Zeit und setzte sich zu mir ans Bett: „Mehr als der Rollstuhl ist nicht drinnen und Sie werden lernen damit umzugehen.“

Soweit die Prognosen.

Nun möchte ich Ihnen erzählen, wo ich zurzeit stehe, also sechs Jahre später: mitten im Leben auf zwei Beinen und mit zwei einsatzbereiten Händen!

  • Ich kann gehen! Ich kann viele Schritte machen, einiges an Wegstrecke zurücklegen! Nur aufmerksamen Beobachtern würde ein leichtes Hinken auffallen. Ich genieße meine Spaziergänge zu allen Jahreszeiten, wenngleich ich für lange Wege mit mehr als einem Kilometer noch Hilfe brauche. Je nach Tagesverfassung sind das Wanderstöcke oder Krücken, mehrere Rastpausen helfen mir auch immer um neue Kraft zu schöpfen.
  • Ich steige Stufen hinauf und hinunter! Am geschmeidigen Abrollen des Vorderfußes arbeite ich noch, was natürlich nur an jenen Tagen gelingen wird, wo der Vorderfuß nicht angeschwollen ist.
  • Ich brauche keine Hilfe für alltägliche Dinge wie duschen und anziehen.
  • Ich benutze beide Hände zum Kochen und verrichte die kleinen Dinge im Haushalt.
  • Meine Gehirnlähmungen sind deutlich besser, ich sehe wieder auf beiden Augen. Das rechte Lid hängt etwas, besonders wenn ich müde bin.
  • Ich habe die Führerscheinprüfung (freiwillig!) noch einmal gemacht und fahre kurze Strecken mit dem Auto. Da ich aufgrund des Unfalls jederzeit mit Panikattacken rechnen muss, fahre ich nur bei wenig Verkehr.
  • Ich widme mich mit Freude meiner beruflichen Ausbildung.

Damit habe ich weit mehr erreicht, als es sämtliche Ärzte und Therapeuten aufgrund ihrer Erfahrungswerte für möglich gehalten haben.

Natürlich können Sie genau das anstreben, was Ihnen in Aussicht gestellt wird und wenn Sie es schaffen, ein lautes Bravo für diese Leistung! Denn auch das ist ein Erfolg, so manche brechen die Wanderung schon vor der ersten Labstelle ab. Ich habe viele Menschen in Reha-Zentren und Krankenhäusern angetroffen, die ziellos, antriebslos und hoffnungslos in ihren Betten lagen. Beenden Sie bitte möglichst rasch diese Phase. Machen Sie sich unbedingt auf den Weg und versuchen Sie mit Willenskraft das zu erreichen, was Ihnen als erreichbar geschildert wird.

Doch es geht in Wahrheit noch viel mehr, ich bin einer der Beweise dafür. Wie mein Gipfelsturm aussieht, das will ich gerne schildern.

Der Weg aus dem Rollstuhl

Bis zu meinem Unfall führte ich ein glückliches, bodenständiges Leben: Mutter von zwei Töchtern, verheiratet, in Teilzeit als Angestellte arbeitend, ein wenig Sport, gute Freunde, Garten und Kultur.

Von einem Moment zum nächsten befand ich mich in einer völlig neuen Lebenssituation: Ich wurde gefüttert, zum Trinken reichte man mir das Glas mit Strohhalm, täglich wurde mir mehrmals die Bettpfanne untergeschoben. Ich wurde liegend gewaschen, schluckte täglich 45 Tabletten, bekam Morphium und hatte trotzdem die meiste Zeit unbeschreibliche Schmerzen im gesamten Körper. Vier Monate wurde ich rund um die Uhr versorgt, im Krankenhaus, zu Hause und zwischen diesen beiden Orten regelmäßig hin und her pendelnd. Meist liegend im Rettungsauto.

Meine 24-Stunden Betreuung Erika unterstützte mich mit ganzem Herzen bei meinem Heilungsprozess. Sie leistete unglaublich viel: widmete sich umsichtig meiner zeitintensiven Hygiene, kleidete mich behutsam an, begleitete mich im Rettungsauto zur Therapie, lernte von den Therapeuten wie sie mich beim häuslichen Training bestmöglich unterstützen kann. Erika wartete immer geduldig mit mir auf den Heimtransport, ein bis zwei Stunden konnte es schon dauern bis die vielbeschäftigten Rettungsleute mich vom Ruhezimmer abholten. Schmerz und Erschöpfung waren mit Erika an meiner Seite einfach leichter zu ertragen. Ich sah ihren herzhaft zubereiteten Mahlzeiten an, dass sie wohl köstlich sind und zwang mich trotz fehlendem Geschmacks- und Geruchssinn tüchtig zu essen.

Nach Erika folgte Anna: telefonierend oder am Laptop sitzend, ungeduldig, meine Hilferufe ignorierend, keine Zeit für Haushalt und Kochen. Es sind leider die pflegenden Annas, die uns in die Traurigkeit stürzen und unseren Heilungsprozess dramatisch verlangsamen.

Zehn Tage später bezog ich erleichtert ein Zimmer im Reha-Zentrum. Ein praller Stundenplan mit einer Vielzahl an Therapien bescherte mir täglich kleine Fortschritte und ich war trotz Schmerzen mit Entschlossenheit bei der Sache.

Wieder zu Hause erweiterte ich sukzessive meinen Trainingsplan. Dank Hilfswerk, Krankenkasse und meinem Organisationstalent bekam ich jeden Tag einen anderen Therapeuten zu Gesicht. Es gab ja einiges zu reparieren an den verschiedenen Baustellen. Eine typische  Woche bestand aus fünf Therapieeinheiten plus Fahrtwege und gut zwanzig Stunden an Mobilisationsübungen, wofür ich keine Hilfe brauchte, sondern einfach nur Durchhaltevermögen und Optimismus.

Warum ich?

Natürlich wäre immer noch genügend Zeit gewesen um mich mit der „Warum ich“-Frage auseinanderzusetzen oder sehnsüchtige Gedanken an mein einstiges Leben aufkommen zu lassen. In den Reha-Zentren bin ich des Öfteren vom Pflegepersonal zu einem „Warum ich“-Fall gerollt und abgestellt worden. Wir sind dann auch immer ins Gespräch gekommen und ich spürte, dass ich nicht nur die Kraft hatte um mich selbst aus dem Sumpf zu ziehen, sondern auch noch anderen ein Holzbrett zum Anhalten und Rausziehen zuschieben konnte.

In meinem persönlichen Fall – und jetzt wird es ein wenig „gespenstisch“ – erkannte ich sehr rasch, dass der Unfall ganz klar Teil meines Lebens sein wollte.

  • Ich hatte den Unfallhergang wenige Wochen davor während zwei Autofahrten sehr deutlich vor meinen Augen gehabt. Beide Male sah ich mich schwer verletzt im Unfallauto, ich sah Helfer, die mich versorgten, die versuchten mich am Leben zu halten. Ich war völlig schockiert in diesen Momenten der dramatischen Unfallbilder, ich kämpfte mit meinem Atem, musste am Fahrbahnrand stehen bleiben. Dann folgten die Ruhe und die Gewissheit: Ich überlebe und es wird alles gut.
  • Auch hat mich meine kurz vor dem Unfall verstorbene allerliebste Oma zweimal besucht: Einmal auf der Intensivstation als ich sie plötzlich an meinem Bett sitzend wahrnahm. „Mein Kleines, reg dich nicht auf, es wird alles wieder gut, mach dir keine Sorgen!“ Mit exakt den gleichen tröstenden Worten, die mir unendlich viel Kraft und Zuversicht gaben, besuchte sie mich einige Wochen später noch ein zweites Mal.

Für mich steht fest: Der Unfall gehört zu meinem Leben. Außerdem wusste ich: Meine Oma hält Wort, die kommt nicht vorbei und erzählt irgendeinen Schmarrn.

Mir ist klar, dass ich durch den Blick in die Zukunft und die Besuche meiner Oma einen riesigen Startvorteil für meinen Heilungsweg im Vergleich zu manch anderen Unfallopfern hatte. Falls sich „Warum ich?“ einen Sitzplatz in Ihrem Gedankenkarussell reserviert hat, dann sollten Sie meines Erachtens diesem Passagier die Fahrkarte entziehen. Es gibt dafür Wege und Methoden, die Sie mit Psychologen/Psychotherapeuten/Lebensberater unbedingt erarbeiten sollten.

Mein persönlicher Tiefpunkt

Ich arbeitete unablässig an meiner Genesung: rausdrücken aus dem Rollstuhl, aufrichten, einige Meter mit Krücken vorwärtsbewegen. Wochen später schaffte ich erste Schritte ohne Krücken. Ein Meilenstein gelang mir als ich erstmals die Wegstrecke zu unserem Garten ohne Krücken bewältigte. Ein Höhepunkt war es für mich im nahegelegenen See zu schwimmen. Eine Herausforderung, die ständigen Blicke der Gesunden auszuhalten oder die Toilette im Restaurant zu benutzen, denn nicht jedes ist behindertengerecht ausgestattet. Nach jeder Operation startete ich wieder von neuem: zunächst das Bett mit dieser scheußlichen Bettpfanne, dann der Rollstuhl, Umstieg auf Krücken, Weglegen der Krücken und sich jeden Meter neu erkämpfend. Training, Schmerzen, Regeneration, Training, Schmerzen ohne Unterbrechung.

„Meine Kleine, es wird alles wieder gut!“

„Oma, lass mich nicht im Stich.“

Je mehr ich mich bewegte, desto größer waren die Schmerzen. Ich hatte nun wöchentlich acht Therapiestunden mit Laufband, Crosstrainer, Bindegewebsmassage, Osteopathie, etc. und trainierte selbst noch zwölf Stunden zusätzlich. Mein Arzt und meine großartigen Therapeuten versuchten mir bestmöglich die Schmerzen zu nehmen. Wir waren inzwischen Freunde geworden, wir hatten eine zutiefst vertrauensvolle Beziehung entwickelt. Ich gab ihnen Kraft und Bestätigung durch meine Fortschritte, sie gaben mir Kraft mit ihren immer neuen Ideen, Ansätzen, Lob und Ertüchtigung. Es ging bergauf.

Einundzwanzig Monate nach meinem Unfall war es wieder einmal Zeit für eine Mammografie.

Das Untersuchungsergebnis nahm mir die Luft zum Atmen, es zog mir den Boden unter den Füßen weg, das Blut rauschte in meinem Kopf. Diagnose Brustkrebs. Wie sollte ich damit auch noch fertig werden?

Wenige Tage später wurde der Tumor entfernt. Da ich mittlerweile eine Krankenhausphobie entwickelt hatte, sah ich mich außerstande über Nacht im Spital zu bleiben.  Stunden nach der Operation unterschrieb ich die Entlassungspapiere und legte ich mich zu Hause mit einem Schlauch in der Brust und einem Plastiksack als Drainage ins Bett. Der Tumor war entfernt, gedanklich bereitete ich mich auf die nächste Operation vor. Was war geplant? Am Unterarm sollte eine Platte und am Fuß ebenfalls eine Platte und einige Schrauben rausgenommen werden. An der zweiten und dritten Zehe sollte das Gelenk entfernt und mit Hilfe der Sehnen und eines vorläufigen Bohrdrahts die Funktion zum Abrollen beim Gehen wieder halbwegs hergestellt werden.

Ich entschied mich übrigens gegen Bestrahlung, Hormontherapie und Chemotherapie. Ich hatte keine Zeit und keine Lust auf diese Krebsbehandlung, die operative Entfernung des Tumors musste reichen. Ich ließ mich auf das Risiko ein.

Den zweiten Jahrestag meines Unfalls, wir schreiben November 2013, verbrachte ich erneut auf Reha, die Operationen hatten mich wieder einmal ordentlich mitgenommen. Wie gewohnt startete ich vom Rollstuhl aus. Wieder zu Hause hatte ich meine Krücken und tüftelte an meinem Trainingsplan.

Im Jahr 2014 legte ich mich im Oktober zu meiner bislang letzten, wenngleich etwas riskanten Operation auf den Tisch. Der Nagel im Oberschenkelknochen wurde entfernt.

Mein neues Leben

Training und Therapien gehören seit sechs Jahren zu meinem neuen Leben. Zurzeit investiere ich rund vierzig Wochenstunden in Therapie und Training um meine körperliche Leistung noch weiter zu verbessern. Ich mache immer noch Fortschritte und spüre sehr gut, wie mir dieses doch sehr intensive Training guttut.

Meinen ursprünglichen Beruf kann ich nicht mehr ausüben, die Schmerzen nach längeren Arbeiten am Schreibtisch sind nicht zu ertragen. 2018 werde ich meine Ausbildung zum Lebens- und Sozialberater abschließen und meine eigene Praxis führen. Zwischen den Klientengesprächen werde ich Zeit zum Regenerieren brauchen, denn allzu langes Sitzen hält mein Körper nicht aus.

Das Autofahren trägt viel zu meinem neuen Freiheitsgefühl bei. Doch einfach so einsteigen und losfahren, spielte es nicht. Der Hintergrund: Nach einem Unfall mit so großen Verletzungen und einem Schädelhirntrauma könnte mir, wenn es wieder einmal kracht, automatisch eine Teilschuld zugesprochen werden. Diese Auskunft vom ÖAMTC verunsicherte mich sehr und so folgte ich deren Empfehlung, mich mit medizinischen Gutachten und einer Fahrtauglichkeitsprüfung abzusichern. Nach einer psychiatrischen Begutachtung inklusive Reaktionstest und einem Sehtest in der Augenklinik trat ich schlussendlich zur praktischen Prüfung an. Diese dauerte eine ganze Stunde und ich wurde möglichst vielen Verkehrssituationen ausgesetzt.

Zusätzliche Heilmethoden

Lieber Leser, liebe Leserin, Sie kennen nun den Umfang und die Vielfalt der Therapien ohne die ich immer noch Pflegehilfe benötigen würde. Mein Rat: Kämpfen Sie um Ihre Therapieeinheiten! Lassen Sie sich durch ein „Nein, wird nicht bewilligt“ oder lange Wartezeiten nicht entmutigen. Anrufen, schreiben, argumentieren – es geht um Ihre Fortschritte, Ihre Unabhängigkeit, Ihre Schmerzlinderung!

Ich bin einer Reihe von herausragenden ÄrztInnen, Pflegekräften und TherapeutInnen begegnet, die mich mit all ihrem Fachwissen großartig unterstützt haben und mich auch weiter unterstützen werden.

Ergänzend zur Schulmedizin habe ich eine Reihe anderer Heilmethoden probiert. Was hat mir gutgetan?

  • Meine Kinesiologin Gertrude hat mir wesentlich geholfen die Motorik zu verbessern.
  • Meine Heilerin Hermi hat meines Erachtens Wunder vollbracht, indem die Gehirnlähmungen deutlich nachließen und sie gleichzeitig meine Sehkraft nahezu vollständig wiederherstellte. Die ÄrztInnen waren bei einer Kontrolluntersuchung völlig verblüfft.
  • Ich arbeitete auch mit den INGMAR-Zeichen, die ich als sehr wirksam empfinde.
  • Ich nehme kollodiales Silber bzw. Gold um die Schmerzen und Entzündungen zu senken, und um die Magennerven aufgrund der hohen Medikamenteneinnahme zu reduzieren.
  • Meine Narben versorge ich mit Weihrauchcreme und Goldwasser! Seitdem werden sie zunehmend heller und ich spüre mein Bein viel mehr als vorher.
  • Ich visualisiere seit Beginn meines Unfalls sehr viel. Das heißt, ich stelle mir mit all meinen Sinnen vor, was ich erreichen will. Eine unglaublich effektive Methode, die Sie ebenso bei Fachleuten erlernen können.
  • Gesunde Ernährung und eine gute Versorgung mit Vitaminen und Mineralstoffen steigern mein Wohlbefinden und natürlich meine Leistungsfähigkeit.

Mein Mann an meiner Seite, Familie und Freunde

Ich habe im Laufe dieser Geschichte meinen Mann noch kein einziges Mal erwähnt. Das Sprichwort „Das Beste zum Schluss“ trifft haargenau zu.  Worte können schwer beschreiben, was mein Mann für mich geleistet hat, wie er mir zur Seite stand. Er unterstützte mich in Zeiten meiner größten Bewegungsunfähigkeit als er und eine Pflegerin jeden Handgriff übernommen haben. Er hat die Erfolge mit mir gefeiert und die Neuanfänge nach jeder Operation mit mehr und teils auch weniger Geduld begleitet. Es war auch für ihn eine sehr schwere Zeit. Wie oft ist er mit mir die Straße vor unserem Haus bedächtig an meiner Seite gegangen und war dabei oft sehr verzweifelt im Sinne von „Was haben wir nun für ein Leben?“

Meine lieben Töchter und deren Partner, meine Mutter, Freunde und Wegbegleiter: Jeder Besuch im Krankenhaus, im Reha-Zentrum oder zu Hause hat mir gutgetan. Jedes Gespräch war Balsam für meine verletzte Seele. Jede Umarmung hat mich gestärkt.

Ich danke euch allen!

Über mich

Geboren und aufgewachsen als zweites Kind einer vierköpfigen Familie im ländlichen Oberösterreich. Ich bin Mutter von zwei erwachsenen Töchtern. Seit meinem Unfall 2011 widme ich mich mit viel Energie der Wiederherstellung von ganz alltäglichen Funktionen wie sitzen, gehen, greifen und festhalten. Der Autounfall hat auch meine beruflichen Ambitionen neu definiert: ich bin mittlerweile NLP-Practitioner und ab nächstem Jahr Lebens- und Sozialberaterin.

 

Diese Lebenserinnerung entstand in Zusammenarbeit mit Sonja Hauber, auf meinem Wunsch wird sie anonym veröffentlicht. Mein Bericht soll Unfallopfer und Angehörige erreichen und in schwierigen Situationen ein wenig Hoffnung und Kraft spenden. Sollten Sie mit mir Kontakt aufnehmen wollen, dann ersuche ich Sie ein E-Mail mit Ihrer Nachricht und Kontaktdaten an sonja.hauber@lebensbilder.at zu senden.

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