Das war halt so

Biografie Referenztitel Das war halt so

Umfang: 45 Seiten

Mit Herrn Rankl verbrachte ich sehr unterhaltsame und lustige Stunden in seinem Zuhause. Er wusste mit großer Genauigkeit ganz unglaubliche Dinge aus der Kindheit und seinem dramatischen Kriegseinsatz zu erzählen. Ich durfte auch viele Fragen stellen und so manche Antwort vernahm ich mit großem Staunen und offenen Augen. Dann lachte er wieder, zuckte mit den Schultern und sagte, wie so oft bei unseren Gesprächsrunden: “Das war halt so.”

Seine fünf Töchter ergänzten aus ihrer persönlichen Sichtweise das Aufwachsen in ihrem Elternhaus, sodass ein ganz wunderbares Werk entstand, das zunächst im kleinen Familienkreis blieb und aufgrund der großen Popularität mehrmals nachgedruckt wurde.

Karl Rankl in seinem Vorwort:

Meine Tochter Elfi sprach eines Tages mit mir, ob wir nicht meine Lebensgeschichte aufschreiben sollen. Nun, wenn meine Kinder das wünschen und ich damit auch meinen Enkelkindern eine Freude machen kann, warum denn nicht.

Mit meinen 89 Jahren bin ich vor kurzem umgezogen. Das betreute Wohnprojekt mitten im Zentrum Wartbergs bietet mir jeglichen Komfort, und den brauche ich auch jetzt. Mein linkes Knie will nach etlichen Operationen nicht mehr so recht. Seit Juni verbringe ich die meiste Zeit im Rollstuhl, aber das wird schon wieder. Da passt mir das Beschäftigen mit meiner Biografie zurzeit ganz gut in meinen Tagesablauf.

Ich habe alles erzählt, was mir für euch erzählenswert erschien und was mich im Rückblick immer noch beschäftigt. Wohl deshalb stehen die Kriegsjahre so sehr im Mittelpunkt meiner Geschichte. Das war vorab gar nicht so geplant, hat sich aber so ergeben. Diese Jahre sind eingebrannt in meinem Kopf und dominieren meine Erinnerungen. Auch aus meiner Kindheit, vom strengen Elternhaus und der vielen Arbeit berichte ich in aller Offenheit. Den großen Rest meines Lebens kennt ihr ohnehin, was soll ich da noch viel sagen.

Alles Liebe

Euer Vater und Opa

Karl Rankl

Wartberg, im Winter 2009/10